Kleine Pfalzbergrunde: Von Pressbaum zur Wienflussquelle am Kaiserbrunnberg

Foto: Barbara Wanzenböck

Nette kleine Wanderung durch den Wienerwald, die neben der abwechslungsreichen Landschaft und der historischen Quellfassung auch eine gute Einkehrmöglichkeit im Gasthof Steinerhof bietet.

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Obwohl der Winter heuer nicht enden will, haben wir ein großes Bedürfnis nach Bewegung an frischer Luft. Weil die Anreise nicht zu aufwendig sein soll, starten wir beim Westbahnhof und der REX 51 bringt uns in 22 Minuten zur Haltestelle Pressbaum.

Haltestelle Pressbaum. Foto: Barbara Wanzenböck
Haltestelle Pressbaum. Foto: Barbara Wanzenböck

Der Weg beginnt am anderen Bahnsteig, deshalb müssen wir durch die Unterführung am hinteren Ende des Bahnsteigs. Es zahlt sich daher aus, gleich ganz hinten einzusteigen. Der andere Bahnsteig hat eine Verlängerung in Form eines Fußwegs, der uns bis zur Taborskystraße bringt. Dort biegen wir links ab und gehen hinunter bis zur Hauptstraße. Hier gehts ein kurzes Stück nach rechts und dann gleich wieder links ab in die Josef Nemecek Straße. Jetzt geht es kurz steil hinauf und am Ende der Sackgasse gibt’s ein Gittertürl (ziehen nicht drücken!), das uns auf dem markierten Weg unter der Autobahn hindurchführt. So, jetzt liegen die hässlichen Auswüchse der automobilen Welt endlich hinter uns. 

Plastikblumen blühen auch im Winter. Foto: Barbara Wanzenböck
Plastikblumen blühen auch im Winter. Foto: Barbara Wanzenböck

Beim Wegkreuz biegen wir links ab auf den kleinen Weg, der uns sanft ansteigend bis zur Forststraße hinaufführt. Noch begleitet uns das Rauschen der Autobahn, aber nach 5 Minuten lassen wir auch diese Störung des Naturerlebnissen hinter uns.

Aufstieg zur Forststraße. Foto: Barbara Wanzenböck
Aufstieg zur Forststraße. Foto: Barbara Wanzenböck

Die Forststraße queren wir schräg und biegen dann gleich leicht rechts ab auf den mit Route 1 beschrifteten Forstweg. Er führt uns fast eben durch einen schönen Hochwald, bis wir den Wiesenrücken des Pfalzbergs erreichen.

Erster Durchblick zum Wiesenrücken des Pfalzbergs. Foto: Barbara Wanzenböck
Erster Durchblick zum Wiesenrücken des Pfalzbergs. Foto: Barbara Wanzenböck

Hier gibt’s unter einem uralten Obstbaum ein Bankerl, das uns zur Rast einlädt. Zum Glück ist es so kalt, dass sich der Schnee leicht wegputzen lässt.

Erste Stärkung nach dem „Aufstieg“. Foto: Barbara Wanzenböck
Erste Stärkung nach dem „Aufstieg“. Foto: Barbara Wanzenböck

Das Bankerl bietet auch eine schöne Aussicht Richtung Südwesten auf die ungestörte Hügellandschaft des Wienerwalds.

Ausblick vom Rastplatz. Foto: Barbara Wanzenböck
Ausblick vom Rastplatz. Foto: Barbara Wanzenböck

Hinter dem Rastplatz halten wir uns links, gehen an einem kleinen Hof vorbei und biegen gleich hinter den Gebäuden rechts ab auf den kleinen Wiesenpfad, der uns an den Waldrand bringt. Dort treffen wir wieder auf eine Forststraße, halten uns rechts und biegen bei der zweiten Abzweigung links auf den markierten Wanderweg ab.

Beim Weiler Pfalzberg. Foto. Barbara Wanzenböck
Beim Weiler Pfalzberg. Foto. Barbara Wanzenböck

Der Weg führt an der Südseite des großen Pfalzbergs entlang und wenig später treffen wir wieder auf die Forststraße und biegen bei der nächsten Gelegenheit rechts ab auf einen Forstweg. Er bringt uns zum Weiler Pfalzberg, der nur aus drei Höfen besteht. Am Wiesenrücken halten wir uns wieder rechts und kommen an ein paar Pferden und einem „Honigkisterl“ vorbei, das aber gerade Winterruhe hat.

Schönes Steigerl am Waldrand. Foto: Barbara Wanzenböck
Schönes Steigerl am Waldrand. Foto: Barbara Wanzenböck

Am Waldrand biegen wir wieder rechts ab auf den markierten kleinen Steig, der uns zum Kaiserbrunnberg führt. Hier gibt’s wieder ein Bankerl mit schöner Aussicht, aber wir haben uns schon gestärkt und gehen gleich weiter.

Am Weg zum Kaiserbrunnberg. Foto: Barbara Wanzenböck
Am Weg zum Kaiserbrunnberg. Foto: Barbara Wanzenböck

Am Fuß des Kaiserbrunnbergs halten wir uns rechts und erreichen bald das Kaiserbründl mit seiner historischen Quellfassung. Angeblich entspringt hier der Wienfluss, aber angesichts der bescheidenen Wassermenge ist es wohl nur eine von mehreren Quellen.

Das namensgebende Kaiserbründl. Foto: Barbara Wanzenböck
Das namensgebende Kaiserbründl. Foto: Barbara Wanzenböck

Wir umrunden jetzt auf dem nahezu ebenen Weg den Gipfel des Kaiserbrunnbergs und der eher finstere Hochwald auf der Nordseite weicht auf der Südseite einem schönen hellen Mischwald. Vor hier hat man auch einzelne schöne Ausblicke Richtung Süden.

Schöner Mischwald an der Südseite. Foto: Barbara Wanzenböck
Schöner Mischwald an der Südseite. Foto: Barbara Wanzenböck
Ausblick Richtung Süden. Foto: Barbara Wanzenböck
Ausblick Richtung Süden. Foto: Barbara Wanzenböck

Nach ca. einer halben Stunde treffen wir wieder auf den alten Weg, halten uns rechts und gehen zurück durch den Weiler Pfalzberg. Hier gehen wir eine kleine Variante und gehen geradeaus über die Forststraße.

Über dem Weiler Pfalzberg. Foto: Barbara Wanzenböck
Über dem Weiler Pfalzberg. Foto: Barbara Wanzenböck

Falls man zum Essen einkehren will, muss man hinter dem Pfalzberg der Forststraße noch ein kleines Stück folgen und dann rechts abbiegen – hier liegt etwas versteckt der ganzjährig geöffnete Gasthof Steinerhof. Er ist sehr empfehlenswert und so gut besucht, dass man reservieren sollte.

Bald sind wir wieder in Pressbaum. Foto:  Barbara Wanzenböck
Bald sind wir wieder in Pressbaum. Foto:  Barbara Wanzenböck

Nach guten 10 Kilometern und zweieinhalb Stunden reiner Gehzeit sind wir wieder bei der Haltstelle Pressbaum und landen diesmal gleich direkt am Bahnsteig Richtung Wien.

Fazit

Eine immer wieder nette kleine Wanderung, die zwar nichts Spektakuläres bietet, aber sehr abwechslungsreich ist und eine gute Einkehrmöglichkeit bietet. Weil es so viele Wegvarianten gibt, muss man sich beim ersten Begehen wahrscheinlich ein bisschen auf die Strecke konzentrieren, aber es zahlt sich aus, wenn man Forststraßen vermeiden will.

Ein großer Vorteil ist die unkomplizierte Anreise mit der Bahn mit vier Verbindungen pro Stunde, ein Nachteil die notwendige Querung der Autobahn. Außerdem sollte man gute Schuhe tragen, da einzelne Wegstücke ziemlich gatschig sind (und zwar unabhängig vom Wetter!).

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   3:00 Std Wandern   250 HM   250 HM   10 km   GPX Track

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