Für viele ist die Anreise zum Berg bzw. zur Wanderung mit dem Auto (leider noch immer) selbstverständlich. Umso mehr freut es mich immer wieder andere Wanderer bei der öffentlichen Anreise zu treffen. An einem schönen Samstag Anfang Juni mache ich mich auf den Weg zur Rax – genauer nach Kaiserbrunn – und bin diesmal alles andere als alleine …
Mit Plan zum Berg – Personalisierte Fahrplanabfrage
Für mich geht es erstmal von Wien mit dem CJX9 nach Payerbach-Reichenau, wo ich pünktlich um 8:22 Uhr mir sehr vielen anderen Wanderbegeisterten ankomme. An der Bushaltestelle vorm Bahnhof wird mir bewusst wie viele heute dieselbe Idee hatten wie ich. Sehr sehr sehr sehr viele Menschen (geschätzt rund 200 und davon auf mindestens eine weitere Person von BzB) stehen vor 2 Bussen, davon einer nach Schwarzau im Gebirge, mit welchem auch ich gerne nach Kaiserbrunn fahren würde. Jetzt stelle ich mir natürlich gleich die Frage, ob es alle inkl. mir in den Bus 341 schaffen. Nach kurzem warten, habe ich einen Platz ergattern können und es ging für (fast) alle los Richtung Schwarzau im Gebirge. Irgendwie schön zu sehen, dass so viele die Öffis nutzen, allerdings hätten wir uns alle unsere Anreise bestimmt etwas anders als wie Sardinen in der Dose vorgestellt. Zum Glück ist es eine eher kurze Busfahrt und ich steige um 9:00 Uhr (nach etwa 15 Minuten Fahrt) in Kaiserbrunn aus, wo meine heutige Tour startet.
Die Tour
Start der Tour ist die Bushaltestelle Kaiserbrunn von wo es erstmal über die Brücke geht und noch kurz neben der Straße bevor ich den ersten Wegweiser sehe. Dem Wegweiser folge ich hinauf in den Wald Richtung Brandschneide und Rax-Seilbahn über den C. Kronich Steig. Auf diesem Weg bleibe ich für die nächsten rund 2 Stunden (eigentlich bis zur Seilbahn-Bergstation). Es geht steil hinauf durch den Wald und schon bald komme ich vorbei an den ersten ausgesetzten und mit Drahtseilen gesicherten Passagen. Zwischendurch genieße ich die Aussicht. Weiter geht es über Geröll und nochmal ein paar kleine Klettereien inkl. Leitern immer weiter bergauf. Nach fast 2 Stunden wird die Steigung weniger und der Weg leichter.






Kurz danach komme ich bei der Bergstation der Seilbahn an und es geht den Schotterweg nach rechts weiter (immer der Nase nach). Kurze Zeit später sehe ich das Ottohaus schon vor mir. Vorbei am Ottohaus geht es nochmal etwas bergauf Richtung Preiner Wand (dem heutigen Gipfel) durch die typische Landschaft des Rax-Plateaus. Um ca. 12:30 Uhr komme beim Gipfel Preiner Wand an. Hier gönne ich mir eine ausgedehnte Pause inkl. selbst mitgebrachter Jause und einem 10-minütigen Schläfchen in der Sonne.






Von der Preiner Wand geht es bergab zur Neuen Seehütte. Vorbei an der Neuen Seehütte folge ich dem Weg zum Waxriegelhaus über den Göbl-Kühn-Steig. Ein wunderschöner Weg mit Blick ins Tal. Auch hier genieße ich nochmal eine längere Pause (denn ich weiß, dass ich noch ausreichend Zeit zum Bus habe) in der Sonne bevor es weiter über den Steig bergab geht. Bald lande ich im Wald und stehe vorm nächsten Wegweiser. Ich entscheide mich hier für den Weg nach Griesleiten/Prein, da ich den Weg vom Waxriegelhaus zur Passhöhe Preiner Gscheid schon kenne.




Es geht also weiter durch den Wald auf der roten Markierung und teils sehr steil bergab und am Ende durch ziemlich dichtes Gestrüpp bis ich bei einer kleinen Hütte lande. Hier ist die Passhöhe Preiner Gscheid angeschrieben … mit 45 Minuten Wegzeit … mein Bus fährt in 30 Minuten. Nach einem kurzen Check auf die Karte sehe ich allerdings, dass es nur noch etwas mehr als ein Kilometer ist somit weiß ich, dass ich mir keinen Stress machen muss. Es geht von der Hütte nach rechts weiter wieder kurz bergauf entlang der Forststraße und keine 15 Minuten später lande ich auf der Preiner Gscheid Straße und sehe den Bus schon bei der Station sehen. Mit Blick auf die Rax geht es also die letzten 20 Meter auf der Straße zur Busstation von es für mich mit dem (im Vergleich leeren) Bus 342 um 15:17 Uhr zurück zum Bahnhof Payerbach-Reichenau und von dort mit dem CJX9 zurück nach Wien geht.




Fazit
Eine anfangs sehr anstrengende Tour mit steilem Aufstieg und ein paar Klettereien (inkl. Sicherung) und ausgesetzten Passagen, dafür aber einem wunderschönen Panorama. Sobald der erste Aufstieg zur Seilbahnstation geschafft ist, geht es recht leicht weiter und es gibt einige Einkehrmöglichkeiten am Weg. Für den Aufstieg über die Brandschneide sollte man auf jeden Fall Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen. Der Abstieg ist dafür etwas gemütlicher. Ich habe für die Wanderung ziemlich genau 6 Stunden gebraucht inkl. einer 30-minütigen und vielen kleineren Pausen. Insgesamt eine schöne und abwechslungsreiche Wanderung, welche ich hoffentlich bald wieder gehen kann.




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