Zugegeben, es gibt kürzere Wege auf den Teufelstein. Da ich die Fischbacher Alpen aber gar nicht kenne, statte ich ihnen einen längeren Besuch ab. Basecamp ist die Bushaltestelle Alpl Waldschule, die an Samstagen, Sonn- und Feiertagen (bis 1.11.) mit dem Bus 186 über Krieglach erreicht werden kann. Mit perfekter Taktung an Bahnverbindungen aus Wien und Graz. Das und eine bezaubernde Gegend, die durch Peter Rosegger weltberühmt wurde und ein wenig aus der Zeit gefallen scheint, bereiten mir viel Vorfreude.
„Wenn du in der Christnacht während der heiligen Wandlung einen Turm bauen kannst, der bis in den Himmel reicht, so will ich deinen Wunsch erfüllen.“ Aus der Sage über den Teufelstein. Mehr dazu hier nachlesen.
Von Krieglach nach Alpl
Am Vorplatz des Bahnhofs in Krieglach steht der Bus 186 schon bereit. Sonntag – gutes Wanderwetter – aber ich bin trotzdem die einzige Fahrgästin. Fahrt mehr Bus <3! Auf einer kurvigen Strecke gelange ich direkt in die Waldheimat. Und steig da aus, wo Peter Rosegger in die Schule gegangen ist.

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Von Alpl Waldschule in einem weiten Bogen auf den Teufelstein
Die vielen Wegweiser an der Bushaltestelle „Alpl Waldschule“ geben einen kleinen Vorgeschmack über die zahlreichen großen und kleinen Touren, die von hier aus möglich sind. Ein öffentliches Wc gibt es auch und einen schönen Rastplatz. Und gleich zwei bekannte Spots aus dem Leben des Waldbauernbuben: Die Kluppeneggermühle und die Waldschule (die gleichzeitig auch ein kleines Wandermuseum beherbergt) – ein Muss für alle, die sich an die Erlebnisse des Waldbauernbuben gerne erinnern.

Nach der Besichtigung beginne ich mit meiner Runde. Der Wanderweg (zuerst Richtung Stanglalm) beginnt etwas unterhalb der Waldschule und zieht in einem weiten Bogen durch den Wald an zwei gleichnamigen Gipfelchen (Granegg) und zwei privaten Jagdhäusern vorbei Richtung Hochpürschtling.

Ich bin viel auf Forstraßen unterwegs, aber wer gut aufpasst findet den ein oder anderen Waldweg parallel dazu.
Den Windpark am Hochpürschtling umrunde ich – angenehm aufgehalten von den üppig bestückten Heidelbeersträuchern am Weg. Ich erreiche eine Weggabelung und treffe auf den Marienweg. Von hier wäre es nicht mehr weit bis zur Stanglalm, von der man zum Beispiel nach Kindberg oder Krieglach absteigen könnte.

Ich geh aber in die andere Richtung über den Heuberg zum Teufelstein, bis ein Waldweg nach links etwas steiler den Aufstieg zum Gipfel markiert. Bisher war das eine sehr einsame Wanderung – aber am Teufelstein wuselts – kleine Kraxler:innen versuchen sich am felsigen Turm auf der Gipfelwiese und rundherum sind gut befüllte Picknick Decken ausgebreitet. Ist ja auch ein schöner Platz. (Titelbild)

Abstieg übers Rosegger Geburtshaus
Nach einer kleinen Pause verlasse ich das bunte Treiben Richtung Fischbach, biege aber bei der nächsten großen Wegkreuzung auf die Alpannonia ab zum Lendkreuz.

Beim Lendkreuz überquere ich den Freßnitzbach und treffe auf den Christmettenweg, der zwischen der Waldschule und St. Kathrein am Hauenstein verläuft. Auf der Höllkogelstraße dann nach links weiter Richtung Rosegger Geburtshaus. Wer will kann es besichtigen – ist sicher sehr lohnend. Da ich aber am Vormittag mit dem späteren Bus angereist bin, wird mir dafür die Zeit zu knapp und ich wandere über den Waldweg hinunter zur Bushaltestelle, von der ich am Vormittag aufgebrochen bin. Fast eine Punktlandung :-). Während der Fahrt im Bus noch eine nette Plauderei mit einer Grazerin, die für die Besichtigung der beiden Museen die Steiermark Card genutzt hat, rundet diesen Tag perfekt ab.

PS: Auf dieser Runde direkt gibt es keine Einkehr – Jause und Getränke bitte selbst mitbringen. Wer allergisch gegen Forststraßen ist, sollte eine andere als diese Variante wählen und kann zum Beispiel von St. Kathrein am Hauenstein auf den Teufelstein wandern. Oder man machts wie Martina und fährt mit dem Rad statt mit dem Bus. Noch mehr Tipps findest du im Blogbeitrag über den Regiobus 186.



