Am Freitag 12. Dezember 2025 entschloss ich mich zu einer Wanderung auf die Sauwand bei Mariazell. Üblicherweise sind normale Wanderungen zu dieser Jahreszeit im Mariazellerraum kaum möglich auf Grund der Schneelage. Doch die schon lange andauernde Inversionswetterlage mit Nebel in den Tälern und Sonne und milden Temperaturen auf den Bergen hat den Großteil des bereits gefallenen Neuschnees wieder wegtauen lassen, nur an den Nordhängen und Mulden (Schneelöchern) bemerkt man noch, dass es Winter ist.
Ich nehme von Graz wieder den Railjet nach Kapfenberg und dann weiter den 170 Bus Richtung Mariazell. Also genug Zeit in Bahn und Bus um an meinen Tourenberichten zu arbeiten. Bei der Haltestelle Fallenstein Stromminger steige ich aus.
Ich gehe gleich in Richtung Stromminger (Fallensteinergut), dort angelangt biege ich nach Norden ab, überquere auf dem kleinen Brückerl den Falbersbach und sehe links von mir das Gasthaus Eder.


Ich biege aber nach Osten ab auf dem Freingrabenweg und schon bald darauf verlasse ich den Asphalt und biege links ab auf einen schönen Forstweg (Bis einschließlich zum Gipfel ist der Weg auf die Sauwand gut markiert). Diesem Forstweg folge ich nun für etwa einen Kilometer. Zuerst ein Stück nach Südosten und dann länger Richtung Nordwesten. Dann verlasse ich die Forststraße und folge dem markierten Pfad (deutlich markiert in der Kurve der Forststraße).


Nächstes Etappenziel ist nach einem weiteren Kilometer und einigen Windungen der Eiblbauer.


Das Wetter ist traumhaft und umso höher ich aufsteige umso wärmer wird es. Ab dem Eiblbauer nehme ich den eigendlichen Aufstieg auf die Sauwand in Angriff und erinnere mich, dass ich den unteren Teil des Weges schon einmal gegangen bin, dann aber schon früher Richtung Mariazell abgestiegen bin.
Vom Eiblbauer quere ich zunächst die Weide, erreiche aber bald den Waldrand, wo der Pfad sich wieder abzeichnet.

Vom Waldrand sind es ca. 500 Meter Bergauf, bis zur oben genannten Abzweigung auf der man zum Mariazellerweg 06 absteigen kann. Die Steigung beginnt leicht und wird dann steiler, eine Zeitlang bleibt es nach der Abzweigung noch steiler, bevor es vor der Alpenrosehütte (weitere 600 Meter nach der Abzweigung) wieder flacher wird.



Die Alpenrosehütte liegt in einem „Schneeloch“, da über dem Winter kaum Sonnenlicht die Mulde erreicht.

Hier besteht wiederum die Möglichkeit Richtung Mariazell abzusteigen. Doch ich setze den Aufstieg auf die Sauwand fort und bald öffnet sich mir nach Westen ein herrlicher Blick auf die Bergwelt.

Nach 800 Metern erreiche ich das Gipfelkreuz auf der Sauwand. Der Weg dorthin ist ebenfalls weitgehend schneefrei, erst am Gipfel angelangt, sehe ich, dass auf den Nordlagen doch noch Einiges an Schnee liegt.



Auch am Gipfel ist es recht mild, deswegen lasse ich mir auch Zeit mit meiner Jausenpause.
Dann nehme ich den Abstieg Richtung Rasing in Angriff, doch zunächst zahlt sich noch ein kleiner Abstecher entlang des nach Nordwesten führenden Pfades (nur wenige Meter, dieser ist in der Folge als T5 Pfad gekennzeichnet), da sich hier ein herrlicher Blick nach Mariazell hinunter öffnet.

Außerdem schaue ich mir noch den oberen Ausgang des Pfades, der von Gußwerk direkt hinaufführt, für eine zukünftige Wanderung an.
Der Abstieg ist vor allem im oberen Teil schlecht markiert, der Pfad vom Gipfel hinunter zur Forststraße (ca. 100 Meter) ist da doch recht viel Schnee liegt kaum erkennbar, nur ein paar Fußspuren weisen den Weg.


Danach geht es im Zick-Zack Kurs für 1,6 Kilometer entlang einer Forststraße hinab. Nach einer Lichtung zweige ich dann wieder Richtung Süden in einen kurzen steilen Steig ab (ca. 200 Meter lang), der Einstieg ist etwas schwer zu erkennen, einfach links beim größeren Baum vorbei.

In den Folge geht es wiederum für 1,3 km im Zick-Zack Kurs bergab. Ab hier beginnen wieder die Wanderwegweiser. Jetzt geht es für 1,8 Kilometer auf einer Forststraße Richtung Westen bis zum Oberkogelbauer. Da ich noch Zeit bis zur Abfahrt des Busses in Gußwerk habe, entschließe ich mich nicht den Pfad hinunter nach Gußwerk zu nehmen, sondern noch einen Abstecher auf den Sigmundsberg zu nehmen. Dafür folge ich zunächst dem Oberkogelbauerweg bis hinunter zur B20, überquere diese und nehme den Weg südlich der Kläranlage Rasing über die Salza, wo ich auf den Weg, der zum Siegmundsberg führt, stoße. Beim Jufa auf dem Siegmundsberg zweige ich nach links auf den Weg hinauf zur Kirche ab und bin auch schon nach einer kurzen Wegstrecke oben.



Der Weg nach Gußwerk ist gut markiert und nicht zu verfehlen, immer an der Salza entlang. In Gußwerk biege ich dann von der Lendstraße in die Bahnhofstraße vorbei am Gasthof Kohlhofer und am Montanmuseum Gußwerk und erreiche die Bushaltestelle. Auch ein kurzer Blick in die Pfarrkirche „Zum heiligen Kreuz“ geht sich noch aus.

