Kurz und knackig zur Ruine Rabenstein in St.Paul

Nach der Nepalbrücke des Rabensteiner Klettersteigs. Foto: Alice Frischherz

Schon vor der Eröffnung der Koralmbahn habe ich diese Tour und einige weitere überlegt und geplant. Dank des neuen Tunnels ist es aus der Steiermark nur noch ein Katzensprung bis nach St.Paul im Lavanttal – dem ersten Bahnhof nach dem Koralmtunnel (von Osten betrachtet). In der Nähe befindet sich die Ruine Rabenstein, auf deren Burgfelsen ein Klettersteig angelegt wurde.

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Wir fahren zunächst nach Gleisdorf zu unserem nächstgelegenen Bahnhof und von dort weiter mit dem Zug nach Graz. Die kurze Umstiegszeit reicht perfekt aus, um ein kleines Frühstück für die zweite Zugfahrt zu kaufen. Mit dem IC geht es weiter und nach insgesamt nicht einmal 1,5 Stunden steigen wir schon wieder aus. Am Bahnhof entscheiden wir uns kurzfristig noch für den Bus 820 (alternativ 827) mit dem wir in die Ortschaft St. Paul fahren, da der Bahnhof etwas außerhalb liegt. Über diese Zeit- und Wegersparnis sind wir später noch recht froh.

Haltestelle St. Paul im Lavanttal Ortsmitte. Foto: Alice Frischherz
Haltestelle St. Paul im Lavanttal Ortsmitte. Foto: Alice Frischherz

Zustieg

In St. Paul steigen wir bei der Haltestelle Ortsmitte aus und starten gleich unsere Wanderung. Hier sehen wir auch gleich gelbe Wandertaferl, die auf den Kulturwanderweg hinweisen.

Wir gehen am Stift vorbei und biegen rechts ab, dort wo es auch ein grünes Schild gibt, das die Ruine Rabenstein samt Klettersteig – unserem heutigen Ziel – beschildert.

Abzweigung nach dem Stift, zur Ruine. Foto: Alice Frischherz
Abzweigung nach dem Stift, zur Ruine. Foto: Alice Frischherz

Ein Stück geht’s noch auf der Asphaltstraße weiter, dann biegen wir aber links ab und gehen über einen neuen Wanderwegzubringer durch einen schönen Wald (das kurze Wegstück ist meiner Wanderapp noch nicht bekannt). Leicht steigend geht’s auf zuerst einfachen Wegen hinauf. Etwas später wird der Weg schmäler, aber nicht wesentlich schwieriger.

Schöner Wanderweg durch den Wald. Foto: Alice Frischherz
Schöner Wanderweg durch den Wald. Foto: Alice Frischherz

An einer Wegkreuzung entscheiden wir uns für den linken Weg, da die Ruine nach links angeschrieben ist, wir hätten aber auch rechts gehen können (wäre in etwa gleich lang). So umrunden wir die Ruine schon fast und sehen die alten Mauern manchmal durch die Bäume hindurch. Wir kommen zum Gasthof Rabensteiner und neben dem Parkplatz sehen wir die Schilder, die zum Klettersteig deuten. Da geht es wieder etwas bergab (von der anderen Seite kommend wären es evtl. weniger Höhenmeter). Der Klettersteig ist laut Homepage ab Mai geöffnet. Außer uns haben auch ein paar weitere die Chance des 1. Mai genutzt und klettern am Burgfelsen, aber viel ist zum Glück nicht los, sodass es zu keinen Wartezeiten oder Staus kommt.

Auf zum Klettersteig. Foto: Alice Frischherz
Auf zum Klettersteig. Foto: Alice Frischherz

Klettersteig Ruine Rabenstein

Infotafel. Foto: Alice Frischherz
Infotafel. Foto: Alice Frischherz

Wir ziehen uns also das Klettergeschirr an und klettern los. Der Klettersteig ist mit einer C Stelle nicht allzu schwer – meistens ist er B/C bzw. leichter – und wir kommen bei keiner Stelle an unsere Grenzen. Allerdings kam mir der Steig sogar etwas schwerer vor, als ich ihn mir vorgestellt hätte. Vielleicht fehlt auch gerade einfach die Übung.

Nach der Nepalbrücke des Rabensteiner Klettersteigs. Foto: Alice Frischherz
Nach der Nepalbrücke des Rabensteiner Klettersteigs. Foto: Alice Frischherz

Stets gut gesichert und wo es notwendig ist mit Stahlbügeln versehen ist der Klettersteig schön angelegt. Es gibt eine kurze Seilbrücke und eine etwas längere Nepalbrücke. Wir klettern in etwa 40 Minuten und kommen am Ende der Kletterei direkt bei der Ruine an. Das erinnert mich ein bisschen an den Klettersteig bei der Riegersburg, wo man auch zum Schluss über die Burgmauer klettert.

Oben angekommen bei der Ruine Rabenstein. Foto: Alice Frischherz
Oben angekommen bei der Ruine Rabenstein. Foto: Alice Frischherz
Aussicht ins Tal und die Koralmberge. Foto: Alice Frischherz
Aussicht ins Tal und die Koralmberge. Foto: Alice Frischherz

Oben angekommen schauen wir uns die Ruine an und suchen uns ein Plätzchen für die Jause – es ist mittlerweile auch schon fast 12 Uhr. Nach der kurzen Rast gehen wir den Normalweg durch die Burgruine bergab und kommen wieder beim Gasthof Rabensteiner vorbei.

Jausenplatzerl. Foto: Thomas Six
Jausenplatzerl. Foto: Thomas Six
Abstieg durch die alten Mauern der Burgruine. Foto: Alice Frischherz
Abstieg durch die alten Mauern der Burgruine. Foto: Alice Frischherz

Zurück nach St. Paul

Wir entscheiden uns nicht denselben Weg hinunter wie hinauf zu gehen und folgen zuerst der asphaltierten Straße. Nach einer Weile biegen wir nach links auf den Wanderweg ab, den sogenannten Ölbründlweg. Wir kommen an dem Ölbründl vorbei. Auch dieser Weg ist sehr nett und führt uns wieder direkt nach St. Paul zurück.

Wir kommen kurz nach der Abzweigung beim Stift heraus und gehen auf dem bereits bekannten Weg zur Ortsmitte. Bis zum nächsten Zug, den wir realistisch erreichen können, ist noch fast 1 Stunde Zeit. Es gäbe auch einen Bus, der uns zum Bahnhof bringt, auf den wir allerdings lange warten müssten. So entscheiden wir uns zu gehen und nehmen uns noch ein Eis to go mit. Am Kreisverkehr in St. Paul queren wir die Bundesstraße und gehen in Richtung Lavant – der zweiten Ausfahrt folgend. Immer geradeaus kommen wir zum Fluss und folgen dem Geh- und Radweg flussaufwärts – nach links.

Wem dieser längere Asphalthatscher (ca. 3 Kilometer) am Schluss der Wanderung zu lange ist, dem empfehle ich in der Ortschaft auf den nächsten Bus zu warten. Nachdem wir an einem Feiertag unterwegs waren und die Busse da relativ regelmäßig gefahren sind, scheint die Verbindung nicht so schlecht zu sein.  Ich vermute, dass die Busse an Werktagen noch öfter fahren. Wir sehen bereits den Bahnhof und müssen nochmals die Straße queren und folgen wiederum einen Geh- und Radweg nach links zum Bahnhof. Die Heimreise erfolgt wie die Anreise mit zwei Zügen und Umstieg in Graz Hauptbahnhof.

Fazit und Alternativen

Eine nette Wanderung mit (oder auch ohne) Klettersteig, durch die kurze Anreise durchaus als Halbtagestour oder Nachmittagsausflug möglich. Einkehrmöglichkeiten gibt es in St. Paul oder direkt bei der Ruine beim Gasthof Rabensteiner.
Die Tour lässt sich auch schön erweitern, etwa in Richtung Westen über den Kasparstein, Martinikogel, Zwölferkogel mit Ziel in Ruden bei der Bushaltestelle Obermitterdorf bei Ruden Abzweigung Ort.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   3:30 Std Klettersteig   325 HM   325 HM   10 km   GPX Track

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