Wenn der Herbst mit seinem prächtigen Farbenspiel Einzug hält, kann ich nicht anders, als der Südsteiermark einen Besuch abzustatten. Genau das habe ich an diesem Wochenende getan und eine gemütliche Bike & Hike-Tour zur Altenbachklamm unternommen. Eine Tour irgendwo zwischen Genuss und jahreszeitlicher Gelassenheit. Neben dem landschaftlichen Reiz lockt so mancher kulinarische Leckerbissen zum Verweilen und Innehalten. Sanfte Hügel, Weinberge und Kastanienbäume bilden eine Kulisse, die man eigentlich nur noch mit einem Glas Sturm und einer feinen Jause toppen kann – und genau das lässt sich auf dieser Tour wunderbar verbinden.
Steckbrief
| Radstrecke: 29 km, 325 hm | Wanderung: 5 km, 325 hm |
Bitte beachten: Fahrradstellplätze in Zügen sind begrenzt und im Fernverkehr reservierungspflichtig!
Gestartet bin ich beim Bahnhof in Pölfing-Brunn, wohin mich die S6 praktischerweise direkt von meinem Heimatbahnhof in Puntigam gebracht hat. Die ersten Kilometer rollen leicht dahin – perfekte Bedingungen, um mich langsam warmzufahren. Kurz nach dem Ortsende wartet ein kurzer, etwas steilerer Anstieg, bevor es den Tombachgraben hinunter nach Bischofegg geht. Hier folge ich ein Stück dem Saggautalradweg (R20), der mich über Udelsdorf nach Oberhaag bringt.


Hinter Oberhaag wird’s ein wenig hügeliger, und ich nähere mich langsam der Altenbachklamm. Nach rund 14 Kilometern erreiche ich den Einstieg der Klamm beim Buschenschank Stelzl (vgl. Altenbacher). Der Radteil ist fürs Erste geschafft und die Einkehr beim Buschenschank beschlossene Sache – ein Schild mit der Aufschrift „Frischer Schilcher-Sturm“ hat mich überzeugt.


Passend zum Motto der Steirischen Bewegungsrevolution parke ich mein Rad neben der großen Info-Tafel oberhalb des Klammeinstiegs. Die Klammrunde wartet mit rund fünf Kilometern und 325 Höhenmetern auf mich. Der Aufstieg führt zunächst hinab, vorbei an einem schönen Weingarten, und dann in den Wald hinein. Entlang des Altenbachs geht es über Brücken, schmale Stege und Holzleitern stetig bergauf. Zunächst ist der Anstieg eher flach, zum Ausstieg hin wird er aber doch recht steil. Das Highlight der Klamm ist die 33 Meter lange Hängebrücke – für manche eine wackelige Angelegenheit, für mich eine Freude, die sich mit jedem Schritt weiter aufschaukelt.




Nur 500 Meter nach dem Klammaussteig taucht die Panoramaschenke Tertinek auf, die ihrem Namen alle Ehre macht. Vom Aussichtsplateau vor dem Buschenschank genieße ich die südsteirische Postkartenidylle. Der 180-Grad-Panoramablick reicht von der Koralm über die Gleinalm bis ins südoststeirische Vulkanland und an klaren Tagen sogar bis zum Hochschwab.

Beim Abstieg folge ich einer kaum befahrenen Asphaltstraße, die mich wieder zum Buschenschank Stelzl, direkt am Einstieg bringt. Und weil man auf einer Südsteiermark-Tour nie an einem Buschenschank vorbeifahren sollte, mache ich hier die schon beschlossene Einkehr. Ein feiner Apfelstrudel, ein spritziger Schilcher-Sturm – so sieht die perfekte Pause meiner Herbsttour aus.

Zurück geht’s dann wieder über Oberhaag und den Tombachgraben (diesmal als Gegensteigung) Richtung Pölfing-Brunn. Von dort bringt mich später die Wieser Bahn bequem nach Hause.

