Und wieder hat mir die Koralmbahn eine feine Wanderung in Kärnten ermöglicht: die Überschreitung des Palnock von Puch nach Weißenstein. Perfekt für alle, die Streckenwanderungen mögen und ausreichend Kondition mitbringen. Die Tour kombiniert knackige An- und Abstiege mit einer schönen Almenwanderung über die sanften Höhenzüge der Nockberge.
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Start in Puch bei Villach
Der Startpunkt meiner Wanderung ist Puch bei Villach und perfekt an die S1 angebunden. Vom Bahnhof spaziere ich nun erstmal gemütlich über den Dorfweg und den Zauchenweg bis zu einer Weggabelung, wo ich den ersten Wegweiser finde (Zauchen, Amberger Alm, Schwarzsee). Ich folge der Schotterstraße noch bis zum Einstieg in den Wandsteig (für Geübte). Der Steig macht dann auch bald seinem Namen alle Ehre. Er schlängelt sich schmal durch den steilen Wald, quert felsige Passagen und verlangt durchaus ein gewisses Maß an Trittsicherheit.


An diesem warmen Frühlingstag ist es ein schweißtreibender Aufstieg. Doch die Anstrengung lohnt sich, denn immer wieder öffnen sich kleine Fenster, die den Blick hinunter zur Drau freigeben.

Mit zunehmender Höhe wird das Gelände offener und der Wald lichter. Und nach etwa 600 Höhenmetern erreiche ich schließlich die idyllisch gelegene Zauchenalm.

Über Almwiesen auf den Palnock
Von hier aus führt der Weg ein wenig abenteuerlich und weglos über eine steile Almwiese hinauf zu einem Überstieg (Zaun mit Stacheldraht). Dahinter zweigt ein schmaler Steig in den Hochwald. Dieser Wegabschnitt erfordert etwas Orientierungssinn. Entlang blasser Markierungen und Steigspuren erreiche ich schließlich die Amberger Alm. Nun zeigt sich die sanfte Seite meiner Wanderung und gibt den Blick auf die umgebende Bergwelt frei. Nach etwa 15 Minuten bin ich dann auch beim Schwarzsee angelangt. Der kleine See liegt idyllisch in einer Senke. Hier treffe ich erstmals auf andere Wanderer, die von der Verditzer Seite und vom Alpengasthof Walder aufgestiegen sind.


Nun ist es nicht mehr weit zum Palnock (1.901 Meter). Der letzte Anstieg ist sanft und angenehm. Oben angekommen, wird man mit einer großartigen Fernsicht in alle Richtungen belohnt: von den Julischen Alpen über die Hohen Tauern bis hinunter ins Drautal. Besonders beeindruckend ist der Blick hinunter zum Millstätter See und zum Mölltaler Gletscher. Schnell wird klar: Hier lässt es sich gut aushalten.


Außergewöhnlich ist auch das Gipfelkreuz des Palnock. Wer hier ein Nickerchen macht, wird dabei von einem ganz besonderen Geräusch begleitet. Die stählerne Konstruktion des Gipfelkreuzes fängt den Wind ein und beginnt leise zu „singen”.

Abstieg nach Weißenstein-Kellerberg
Nach dem obligatorischen Gipfel-Käsebrot geht es für mich über die Amberg-Seite und den Alpengasthof Walder zurück ins Tal. Der gut markierte Weg führt durch abwechslungsreiches Gelände: Almflächen wechseln mit steilen Waldpassagen, und immer wieder eröffnet sich ein schöner Tiefblick ins Tal. Vorbei an vereinzelten Bergbauernhöfen erreiche ich schließlich meinen Zielbahnhof Weißenstein-Kellerberg. Von dort bringt mich die S1 zurück nach Villach.






