Über das Kreuzbergl ins pulsierende Herz von Klagenfurt

Wörthersee. Fotos: Janine Wenzel

Vom Klagenfurter Westbahnhof führt diese abwechslungsreiche Wanderung über den Wörthersee, die Zillhöhe und das Kreuzbergl bis in die historische Altstadt. Eine nette Kombination aus See, Natur, Aussichtspunkten und Stadtflair.

Ich habe mehrere Wandertage in Kärnten eingeplant, die ich ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbringen werde. Den Anfang machen Klagenfurt selbst und der nahe Wörthersee. Nachdem ich mein Gepäck in der Unterkunft abgestellt habe, fahre ich mit dem Bus bis Klagenfurt West. Alternativ könnte ich auch die Bahn nehmen, aber die Bushaltestelle ist für meinen Aufenthalt praktischer gelegen. 

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Klagenfurt West. Foto: Janine Wenzel
Klagenfurt West. Foto: Janine Wenzel

Am Lendkanal zum Wörthersee

Am Bahnhof Klagenfurt West steige ich aus und gehe in Richtung Wörthersee. Dabei orientiere ich mich zunächst nach Süden und spaziere anschließend westwärts am Lendkanal entlang zum berühmten See. Der Weg führt vorbei an Minimundus und dem Europapark, einer weitläufigen Grünanlage, die sich allein schon für einen Spaziergang eignet. 

Minimundus. Fotos: Janine Wenzel
Minimundus. Foto: Janine Wenzel

Ich bin hier nicht die Einzige, die unterwegs ist, obwohl es ein Wochentag ist. Die Sonne scheint und wer würde das schöne Wetter nicht gern am See verbringen?  Bis hierhin habe ich bereits eine ganze Weile gebraucht und merke schnell, dass allein der Weg zwischen Klagenfurt West und dem Ostufer des Wörthersees jede Menge zu bieten hat. Meine Kamera – beziehungsweise die Anzahl der gemachten Fotos – wird das später bestätigen.

Wandern am Kreuzbergl

Anschließend verlasse ich das Seeufer und wandere weiter zur Zillhöhe. Der Weg führt zunächst an einem Weinhang vorbei, der einen schönen Blick auf die umliegenden Berge eröffnet, und folgt das Schloss Freyenthurn. Viel Aussicht ist wegen des üppigen Grüns an der Aussichtsplattform nicht. Dennoch ist es ein besonderer Ort und nach dem teils steilen Aufstieg eine nette Gelegenheit, eine kurze Pause einzulegen. Während am Wörthersee reger Betrieb herrscht, begegne ich hier oben plötzlich niemandem mehr.

Durch den saftig grünen Wald, der an warmen Tagen angenehm Schatten spendet, wandere ich anschließend am nördlichen Hang des Kreuzbergls zurück in Richtung Klagenfurt. Die Wege verlaufen durch eine überraschend ruhige Naturlandschaft, obwohl das Stadtzentrum gar nicht weit entfernt ist. Immer wieder entdecke ich Wegweiser zu verschiedenen Wanderzielen und Aussichtspunkten. Einer davon weist zum Karawankenblick.

Wegweiser. Foto: Janine Wenzel
Wegweiser. Foto: Janine Wenzel

Beim Observatoriumsturm lege ich eine weitere Pause ein und schaue mir das markante Bauwerk etwas genauer an. Auch hier begegne ich niemandem. Vermutlich liegt das daran, dass ich an einem Montagnachmittag unterwegs bin. Gerade diese Ruhe macht die Wanderung aber besonders angenehm. Ich kann mir gut vorstellen, die Runde nach einem Arbeitstag als entspannte Feierabendwanderung zu unternehmen.

Observatoriumsturm. Foto: Janine Wenzel
Observatoriumsturm. Foto: Janine Wenzel

Abstieg nach Klagenfurt 

Kurze Zeit später gehe ich die Stiege hinunter und erreiche bei der Kreuzberglkirche eine Aussichtsplattform mit Blick auf die Karawanken.

Kreuzbergkicherl. Foto: Janine Wenzel
Kreuzbergkicherl. Foto: Janine Wenzel

Danach führt der Weg weiter bergab und ich befinde mich wieder im Stadtgebiet. Bis in die Klagenfurter Altstadt sind es nur noch wenige Minuten. Schnell wird klar: Viele Wege führen ins Herz der Kärntner Landeshauptstadt. Ich folge unter anderem der Theatergasse und bekomme dabei bereits einen ersten Eindruck von den beeindruckenden historischen Bauwerken. Ein Abstecher zum Lindwurmbrunnen und zum Klagenfurter Dom sollte bei einem Besuch ebenfalls nicht fehlen. Für mich endet die Wanderung bereits in der Innenstadt, da sich dort meine Unterkunft befindet. Wer mit der Bahn an- oder abreist, kann die Tour bis zum Klagenfurter Hauptbahnhof fortsetzen.

Klagenfurt. Foto: Janine Wenzel
Klagenfurt. Foto: Janine Wenzel

Fazit

Sowohl der Abschnitt vom Klagenfurt Westbahnhof bis zum Wörthersee als auch ein Spaziergang durch die Altstadt eignen sich hervorragend als eigenständige Ausflüge. Besonders abwechslungsreich wird die Tour jedoch in der Kombination. Die abwechslungsreiche Route verbindet den Wörthersee, die Zillhöhe, das Kreuzbergl und schließlich die Altstadt zu einer vielseitigen Wanderung.

Tourdaten

Die Route in Zahlen:   3:00 Std Wandern   125 HM   125 HM   11 km   GPX Track

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2 Kommentare

  1. Anmerkung zum „pulsierenden Herz“ von Klagenfurt: Am Sonntag ist der Herzschlag sehr reduziert. Das bedeutet, dass wenig (gute) Restaurants geöffnet sind, weil die Klagenfurter spätestens am Sonntag aus der Stadt raus fahren. Im Frühjahr Skifahren, im Sommer an den See und November/Dezember, wenn es in Klagenfurt durchgehend neblig ist, fahren sie am Sonntag auf mindestens 1.000 Meter Seehöhe, zwecks Vitam D Aufbaus.

    Will sagen: Als Klagenfurter empfehle ich Janines Tour Montag bis Samstag. 🙂

  2. Liebe Janine! Wow dein erster Beitrag für Bahn zum Berg – Gratulation! Wir freuen uns sehr auf mehr!
    Liebe Grüße, Veronika

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