Einen Tag nach dem Stefanitag entschloss ich mich für eine Wanderung von Wald am Schoberpass über Brunnebenalm nach Kalwang. Die letzten Tage hatte es geschneit und für den darauffolgenden Tag hatte ich eine Mitgliederwanderung von Kalwang über Grazerberg und Rabenstein nach Mautern festgelegt. Nun wollte ich mir ein Bild davon manchen, wie sich der Schneefall auf die Bedingungen vor Ort ausgewirkt hat.
Das Wetter spielte auch wieder mit und vor allem in der Höhe war es an diesem Tag sehr warm. Gegen Mittag setzte extremes Tauwetter ein. Der Schneefall der letzten Tage hielt sich eher in Grenzen, nur im Tal und auf den Nordhängen war etwas mehr.
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Ich reise wieder über den Bahnhof Flughafen Feldkirchen (S1) und mit dem Regionalzug (R9) vom Graz Hbf nach Wald am Schoberpass an.


Bevor ich mit dem eigentlichen Aufstieg von Wald am Schoberpass zur Brunnebenalm beginne, mache ich einen Abstecher zur Evangelischen Pfarrkirche nach Unterwald. Dafür nehme ich gleich das kleine mit Straßenbeleuchtung versehene Wegerl entlang der Bahnhstrecke Richtung Osten und folge anschließend dem Weg bis zur Evangelischen Kirche.

Es ist eisig auf den Wegen und die Wintersonne schafft es langsam auch ins Tal. Die Kirche ist zwar zu, aber trotzdem hat sich der Abstecher gelohnt. Für den Abstecher (4,2 Kilometer) brauche ich eine knappe Stunde, bevor ich den Weg durch Wald am Schoberpass in Angriff nehme. Leider ist auch die katholische Pfarrkirche nicht geöffnet.


Ab Wald am Schoberpass befinde ich mich auf dem Wanderweg 676, wie so oft beginnen die Markierungen nicht direkt beim Bahnhof, sondern erst im Ort. Zunächst geht es für ca. 1,3 Kilometer durch besiedeltes Gebiet, entlang eines Baches auf Asphalt leicht bergauf. Dann etwas vor der „Felsbildung Ronner Mauer“ beginnt eine Forststraße und es wird Zeit, die Grödeln auszupacken.


Die nächsten 1,5 Kilometer folge ich der Forststraße. Dann beginnt ein erstes ca. 500 Meter langes Pfadstück, ein Blick zurück auf die umliegende Bergwelt lohnt sich. Auf den Bäumen (Fichten) ist noch viel Schnee, die Grödeln bewähren sich, auch wenn der Schnee relativ griffig ist.


Nach dem Pfad folgt nur ein kurzes Wegstück entlang einer Forststraße bevor wieder ein Pfad beginnt. Jetzt gilt es noch die letzten 300 Höhenmeter bzw. 1,5 Kilometer bis hinauf zur Brunnebenalm zu bewältigen. Dafür zum Großteil entlang eines Pfades, mehrere Forstwege querend. Umso höher ich aufsteige, desto weniger wird der Schnee, auf den nahen Gipfeln, wie z.B. dem Hinkareck, scheint noch weniger Schnee zu liegen, wie mir dann auch ein entgegenkommender Wanderer bestätigt.

Auf der Brunnebenalm steige ich bis zum dortigen Marterl auf und lege dann einige Meter unterhalb meine Mittagspause ein.
In der Sonne ist es wirklich warm und ich bin froh, dass ich in der Früh nicht vergessen habe, mich mit etwas Sonnencreme einzuschmieren. Ein wirklich schönes Platzerl für eine Pause die Brunnebenalm, heute der höchste Punkt meiner Wanderung (1.514 Meter).


Nach einer guten Viertelstunden setze ich meine Wanderung fort, dazu folge ich zunächst dem Forstweg Richtung Südosten und steige in der Folge durch freies Gelände zum Wanderweg 677 ab (ohne Grödeln nicht zu empfehlen, also besser den zuvor für den Aufstieg gewählten Weg wieder ein Stück zurückgehen bis zur Wegkreuzung der Wege 676 bzw. 677.
Auf dem Weg nach Kalwang wechseln sich naturnahe Forstwege mit schönen Waldpfaden inklusive Panoramablick ab. Meist ist der Weg gut erkennbar und markiert.


An diesem Tag war der Schnee durch die Schneeschmelze sehr matschig und auch von den Bäumen hat es noch ordentlich getropft. Vor der Wallfahrtskirche St. Sebastian in Kalwang folgt wieder ein schattigeres Stück an der Rückseite des Sonnberges (1.092 Meter) entlang.

Die Wallfahrtskirche ist auch von Außen sehenswert (leider war sich ebenfalls geschlossen). Die Lourdes-Kapelle daneben ist in der Regel geöffnet.


Dann geht’s noch einen schönen Pfad hinab nach Kalwang. Auch ein Besuch der katholischen Pfarrkirche Hl. Oswald geht sich noch aus.


Diesmal habe ich Glück: Die Kirche ist geöffnet. Sehenswert ist die Ausstattung vom Bildhauer Josef Stammel, vor allem die Weihnachtskrippe. Bis zum Bahnhof ist es nicht weit und von dort geht es zunächst wieder mit dem Regionalzug nach Trieben und von Trieben mit dem Interregio nach Graz.


[…] Zunächst schlagen wir den Weg hinauf zur Wallfahrtskirche St. Sebastian ein, der mir schon bekannt war von meiner Wanderung tags zuvor von Wald am Schoberpass nach Kalwang. […]